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Wie seid ihr hier gekommen und wass ist bisher passiert?
Als wir in den '80 Jahren durch Lateinamerika reisten, verliebten wir uns in die Weite Boliviens und entdeckten das malerische Tal von Samaipata (in quechua: "Die Höhe zum Ausruhen"); sein angenehmes Klima hat uns dazu veranlasst, ein altes Landgut von ca. 6 ha. mit herrlichem Blick auf das Tal zu erwerben.
Wir nannten es "La Víspera"= "Der Vorabend", den Anfang eines neuen Lebens betonend.
Nach und nach wuchs La Víspera und verwandelte sich in einen Park mit vielen einheimischen Pflanzen, Bäumen und Gärten mit Blumen. Auf den Terrassen wachsen eine große Gemüse - und aromatischen Kräuter-Auswahl; die wir im „Kräuterhaus“ zusamenstellen wie medizinische und aromatische Tees; und wir machen auch Massage-Öle, Extrakte, Marmeladen, Nektare,
und Mousse.
Was entstand als erstes, oder wurde alles gleichzeitig erbaut?
Wir fingen mit einem Wohnhaus (1984) für uns an, danach folgte der
Gemüsegarten, anfangs nur für unseren Eigenbedarf, und 1988 begannen wir
mit dem Verkauf in Santa Cruz. Das erste Ferienhaus bauten wir für
unsere Besucher aus Holland. Gerade als die Ferienhäuser fertiggestellt
waren (1989), fing der Boom des Wochenend-Tourismus aus Santa Cruz an,
nachdem die Strasse asphaltiert worden war. 1990 starteten wir den
Internationalen Tourismus mit Reisegruppen aus der EU. Dieses
ermöglichte uns weitere Ferienhäuser und den Campingplatz hinzuzufügen.
Der Erfolg der Produkte aus verdelten Kräutern und Früchten brachte uns
dazu das Herbolario (1997) auf den Ruinen der alten Hütte, im Herzen der
Finca, zu errichten. Die Anbau-Terrassen wurden auf 40 erweitert. Obwohl
alle Unterkünfte über ihre eigene Küche verfügen, entschieden wir uns
ein Garten Café (2002) zu errichten, da die Gäste immer mehr auf diesen
Service bestanden. Der Naturpark (2004) wurde aus den letzten 2 Hektar
wildem Land entwickelt. Um ein ruhiges Heim zu haben, zogen Büro und
Rezeption 2006 in die Casa Tradicional um.
Seid ihr ursprünglich Gärtner und Baumeister?
Marga kommt aus einer Familie in der Schöhnheit, Musik, Schreiben,
Design, Malerei, Gärtnerei, gutes Essen, Theater, Farben und Gewebe im
Mittelpunkt stehen, und sie ist bekannt als eine klar denkende Frau.
Pieter ist der Nachkomme einer Familie aus Einsiedlern, Bar-Besitzern,
Lebensmittelhändlern und liebt handwerkern, Wasserversorgunsanlangen,
Pferde, Hunde, Menschen und Bäume und das Leben. Wir beide arbeiteten 10
Jahre als Psychologen in einer Klinik, besonders im Bereich Bildung, und
während dieser Zeit belegte Pieter, der seit frühester Kindheit Klavier
spielt, einen dreijährigen Abendkurs in Amsterdam um ein professioneller
Klavierstimmer zu werden. In den ersten 8 Jahre kamen unsere Einnahmen
aus 4 Monate pro Jahr Klavier stimmen und restaurieren in ganz Bolivien.
In dieser Zeit lernten wir dieses Land sehr genau kennen, da wir oft
zusammen reisten und gemeinsam restaurierten. Die Finca bot uns viel
Platz und Inspiration um versteckte Talente weiterzuentwickeln und um
unser eigenes Paradies zu erschaffen.
Alles fühlt sich wie im Gleichgewicht und all diese Details! Wie
habt Ihr das gemacht?
Eine Zusammenfassung: Organisch, ein Schritt nach dem Anderen, tägliche
und gute Aufmerksamkeit, die Kombination aus Leidenschaft für Gärten mit
den Kurven der Erde, und dem Material welches in dieser Gegend verfügbar
ist, eine Sensibilät für das Geschäft und gute Administration, geerbt?
Das zu tun was die Bolivianer tun: verschiedene Einkunftsquellen
entwickeln. Die überraschenden Talente dieser Menschen wilkommenheissen,
mit denen wir in dieser ganzen Zeit gearbeitet haben. Wir haben gelernt
Rückschläge und Enttäuschungen als Herausforderung anzunehmen. Unsere
Slogans sind wechselseitig: Das Leben ist entweder ein wagemutiges
Abenteuer oder nichts, und: Ist der Spielplatz noch immer da? Durch
grosszügige & praktische Antworten auf die Bedürfnisse unserer Gäste.
Wir verstehen die Natur als unseren grössten Unterstützer. Glaub nicht
dass wir reich sind, dieses Paradies das Du um uns siehst, ist alles was
wir haben. Die Bindung zum Planeten und dem Kosmos wird unsere letzte
Belohnung sein, hoffe ich…
Die einheimischen Mitarbeiter: Leben sie hier, wie viele,
Bildungslevel, Personalwechsel, Atmosphäre?
Alle leben im Dorf, 4 Frauen und 1 Mann (24-35 Jahre) mit jungen Kindern
daheim, und 3 Jugendliche (15-17 Jahre), die noch zur Abendschule gehen.
Das Bildungslevel ist niedrig (wie das staatliche Bildungssystem in ganz
Bolivien) und liegt zwischen ein paar Jahren Highschool, Diplom und
einigen Zusatzausbildungen in Landwirtschaft. Den Computer kennen sie
kaum. Die meisten kommen aus armen Bauernfamilien, sind sehr praktisch,
unglaublich geschickt & schöpferisch und sie lieben die Schönheit. Hier
wird ihnen beigebracht wie sie einen weiten Bereich von Verantwortungen
im Job übernehmen, einen überblick zu haben, im Team zu arbeiten, und
Neuankömmlinge einzuarbeiten. Ihre Grenzen und ihre versteckten Talente
werden stetig getestet und herausgefordert. Dies ist in Bolivien
ziemlich radikal, normalerweise bekommt ein Angstellter nur einen
bestimmte Aufgabe zugeteilt. Die Hälfte von ihnen kündigte, die die
weitermachen sind erblühen. Wir können ihnen viel überlassen und uns auf
die Atmospäre von Aufmerksamkeit und Hingabe konzentrieren. Wenn sie
anfangen sich selbst zu wiederholen, ist es ihre Aufgabe einen
Neuankömmling einzuarbeiten, zu studieren, weiterzuziehen.
Wie sind Eure Erfahrungen mit ausländischen Angestellten,
Trainees und Voluntären?
Wir hatten Trainees von Bio-landwirtschaftlichen-betriefbswirtschaflichen-
und Tourismus-Instituten & -Universitäten, hoch gebildete Angestellte (eine
Vielzahl von Berufen) die für 4 Monate bis zu 1,5 Jahren hier gearbeitet
haben (Tourismus, Rezeption & Management), und kurzzeitige Voluntäre.
Der Knackpunkt zwischen ihnen und den einheimischen Mitarbeitern,
inklusive uns, ist der Unterschied im Arbeitstempo, Fähigkeiten und der
Kultur.
Die intensiven Erfahrungen variieren von unglaublich inspirierenden &
lebenslangen Freundschaften bis hin zu Enttäuschungen. Humor,
Flexibilität & eine gute Chemie sind die essentiellen Zutaten für Erfolg.
Was sind die Perspektiven für die Finca La Víspera?
Nach 28 Jahren endloser Kreativität sind wir (60+)
bereit für Träumerei, Memoiren schreiben, mehr Musik & Reisen. Idealerweise
TEILEN wir unseres LEBEN und unser praktisches Wissen mit Anderen
Seelenverwandten.
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