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Was machte Samaipata zu einem der attraktivsten Dörfer in Bolivien?
Etwas liegt in der Luft, der Schauplatz zwischen dem Wolken-Wald des Amboró Nationalparks und den Tälern, das Klima, die Mischung der Rassen (viele Indianische Stämme waren schon durchmischt bevor die Spanier und die Sephardic Juden kamen) die sich in eine typische Tal-Kultur (Valluno) entwickelt hat, die Immigration vom hohen Plateau und den höheren Tälern (Bauern, Baumeister und Marktfrauen), 17 verschiedene Nationalitäten, ergeben einen Melting Pot der Einflüsse. Dieser kontinuierliche Prozess hat die Authentizität Samaipatas nicht zerstört. Die heutigen Einheimischen müssen manchmal seltsame und neue Dinge schlucken, aber danach spüren sie dass das Zuhause in Ordnung ist und jeder ist dankbar dafür hier zu leben.
Warum leben so viele Ausländer hier?
Es ist ein wundervolles & relativ aufgeschlossenes Dorf. 8% der aktuellen Einwohner sind ausländische Immigranten aus dem restlichen Südamerika, USA und Europa. Dieser Trend startete vor 25 Jahren und stieg in den letzten 5 Jahren an. Sie wählten Bolivia wegen der wachsenden mentalen Armut und dem Stress in ihrem Heimatland. Davor liessen sich Ost-Europäer und Libanesen hier nieder, komplett integriert, ein Tourist würde sie nicht als diese erkennen. Ihr Motiv war der Armut und den religiösen Spannungen zu entfliehen.
Das Dorf und die Umgebung ist der Himmel für junge Reisende zwischen 20 und 30 Jahren, oft kommen sie aus gutem Mittelschicht-Hause. Sie verlieben sich in einen Latino, gründen eine Familie und setzen ihr Leben hier fort. Paare und Familien zwischen 35 und 45 ergreifen ihre zweite Chance und eine Handvoll von Pensionären geben ihre eigene Farbe hinzu. Da diese Ausländer wissen was Reisen bedeutet (Bolivianer sind ganz und gar keine Reisenden), waren sie der grosse Antrieb um den Toursimus zum Schlüssel für die wirtschaftlichen Aktivitäten zu entwickeln, der ein wichtiger Teil für die einheimische Bevölkerung ist: vom Bauern zum Maurer, Marktfrau bis zum Internetcafé, vom Weber zum Guide und Taxifahrer.
Wie ist Euer Verhältnis zu der Gemeinde von Samaipata?
Als wir vor 25 Jahren zum Leben hierher kamen, waren wir begierig danach in die bolvianische Lebensweise einzutauchen. Aus diesem Grund waren wir immer in alle Aktivitäten des Dorfes integriert. Die, die in der Vergangenheit an der Macht waren (Politiker, Schulleiter und feudale Typen ) hätten uns erschiessen können wegen unserer typisch holländischen Herangehens-weise. Jetzt sind sie daran gewöhnt, auf Grund unseres Humors den wir mit den Bolivianern gemeinsam haben.
In den 80er Jahren starteten wir zusammen mit den Kleinbauern einen Verband für Gartenbau (Agroplan), und machten ein regionales Projekt daraus welches für 15 Jahre finanziert wurde und technische Unterstützung von Agrarwissenschaftlern und kleine Leihgaben erhielt. Marga gab Kochkurse für Frauengruppen damit sie Gemüse und Kräuter in ihren täglichen Suppen, Salaten und Sossen verwendeten.
Über 2 Zeiträume war Peter der Schatzmeister der Wasser-Genossenschaft, er erstellte eine gesunde Finanzpolitik indem er Wasserzähler installierte und neue Quellen in den Bergen suchte.
Abwechselnd waren wir beide in den 90er Jahren Direktoren der Cámara Hotelera Samaipata, wir realisierten Genossenschaften und verstärkten alle Sektoren die den Tourismus involvierten: Hotels, Restaurants, Guides, Kunst & Kunsthandwerk.
Von 2000 an legten wir unseren Fokus auf kulturelle Veranstaltungen, Musikfestivals (aus den 60ern und 70ern), klassische Konzerte und Popmusik von hoher Qualität, und wir bauten ASAC auf: Asociación Samaipata Cultural, dieser Kulturverein ist seit 2006 aktiv, organisiert eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen für Ortsansässige und Besucher dieser Region, und Kunsterziehung für Kinder und Jugendliche des Dorfes: Theater, Musik, bildende Kunst, Film, Fotografie, traditionelle und globale Trends in Kombination.
Nebenbei wurden wir immer wieder gebeten kleinen privaten Fonds einen Nutzen zu gegeben: Heutzutage konzentrieren wir uns auf die kleinen Bauerngemeinden um Samaipata herum: Ein Wassertank, ein Platz, eine Schule, Malerarbeiten, Zahnarztgeräte, ein neues Dach, eine Sanitäranlagen für ein Krankenhaus,…
Was hat Samaipata für Touristen und für längere Aufenthalte zu bieten?
Traditionelle und künstlerische Kunst & Kunsthandwerk, eine Vielzahl von Restaurants, Hotels und Ferienhäuser zum Mieten, organische Konservierung von Gemüse und Früchten, Souvenirgeschäfte und Kulturveranstaltungen, gesegneter Frieden und generell ein Gefühl von Wohlbefinden, einen antiken Altar in der Kirche, einen angenehm schattigen Plaza, einen täglichen Markt, Ausflüge, Wanderungen und Touren in einer wunderschönen Region, ein günstiges Klima, gastfreundliche Menschen, Busse und Taxen, einen Platz zum Schach spielen, ein Kulturzentrum, Museum und archäologische Ruinen (Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO), medizinische Erste Hilfe im Krankenhaus und ausgezeichnete private Zahnärzte, Massage und Meditation, Internetcafés (kein ADSL), Spanischkurse für Ausländer und Bargeld durch eine Kreditkartenmaschine in der einheimischen Genossenschaft.
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